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Jedes Zweite Deutsche Unternehmen Will Noch 2005 Führungs - Und Fachkräfte Einstellen

München, 22 June 2005—Rund 58 Prozent der deutschen Unternehmen planen im zweiten Halbjahr 2005 verstärkt Führungs- und Fachkräfte einzustellen. Das ergab eine aktuelle Studie von Management Recruiters International (MRI), dem weltweit größten Netzwerk von Personalberatern. MRI hatte dazu 198 Personalverantwortliche für Fachkräfte und das mittlere Management in allen wesentlichen Branchen persönlich befragt. 57,6 Prozent der Unternehmen äußerten die Absicht, zusätzliches Personal einzustellen. Das sind zweieinhalb Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung für das erste Halbjahr 2005. 29,3 Prozent wollen ihren Personalbestand beibehalten, und nur rund jedes achte Unternehmen (13,1 Prozent) plant einen Abbau. Damit liegt Deutschland deutlich vor Staaten wie den USA (50,4 Prozent mit Einstellungsabsicht) oder Großbritannien (34,6 Prozent). Mit Abstand stärkster Sektor in Deutschland ist dabei die Technologiebranche (87,0 Prozent), aber auch die Produzierende Industrie zeigt mit 48,2 Prozent eine solide Nachfrage nach Fach- und Führungskräften. Die Unternehmensgröße spielt nach den Erkenntnissen von MRI keine wesentliche Rolle. Lediglich bei kleineren Unternehmen unter 100 Mitarbeitern gibt es leicht überproportional mehr Neueinstellungen.

"Der Einstellungswille für Fachkräfte steigt nach unseren Erhebungen jetzt zum dritten Mal in Folge. Offensichtlich entwickeln die deutschen Unternehmen zunehmend Vertrauen, dass drängende Fragen des Arbeitsmarktes wie der Kündigungsschutz und die nationalen Gehaltsregelungen jetzt wirksam angegangen werden", so Dr. Josef Pschorr, Geschäftsführender Partner des MRI-Büros in München. Diese Entwicklung kann einerseits der Arbeitslosigkeit in diesem Segment entgegenwirken, aber auch Deutschland insgesamt bei der europäischen Integration und Globalisierung helfen."

Börsenentwicklung spielt untergeordnete Rolle bei Personalentscheidungen

Die Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten spielt nach Auskunft der befragten Unternehmensvertreter keine entscheidende Rolle bei Personalentscheidungen. Weniger als jeder Fünfte (18,1 Prozent) bezeichnete den Einfluss als "wesentlich", jeder Vierte hingegen schätzte den Effekt als "sehr gering" ein. "Die Unternehmen verlassen sich nicht auf die ständig fluktuierenden Aktienmärkte, wenn es um zentrale Personalentscheidungen geht. Mit Blick auf den Ausbau von Marktanteilen und Gewinnen konzentrieren sie sich auf andere wirtschaftliche Indikatoren", kommentiert Pschorr.

MRI ist mit einem Honoraraufkommen von über 425 Millionen Dollar das weltweit größte Netzwerk von Personalberatern. Die 27 deutschen MRI-Büros haben sich auf die wesentlichen Branchen des Mittelstandes spezialisiert und rekrutieren in erster Linie Fach- und Führungskräfte.